Kostenlose Datenrettung bei Festplatten

Wie Können Daten einer Festplatte verloren gehen?

Wenn sich Daten auf dem Computer nicht mehr öffnen lassen oder schlichtweg nicht mehr auffindbar sind, geraten die meisten von uns in Panik.

Häufig sind die Ursachen für verloren gegangene Daten recht simpel und lassen sich schnell beheben. Oft wurden unauffindbare Daten einfach versehentlich in andere Ordner verschoben oder sind aus Versehen im Papierkorb gelandet; wenn dieser nun schon geleert ist, wird die Panik natürlich noch größer. Unten stehen einige Hilfen mit denen die scheinbar unwiederbringlichen Daten wiederhergestellt werden können.

Wenn eine Festplatte allerdings tatsächlich defekt ist, steht man als Laie jedoch vor einem größeren Problem.

In der Regel hält eine Festplatte im Durchschnitt ca. 10 Jahre. Danach gehen die meisten einfach durch Verschleiß kaputt. Bei hoher Beanspruchung der Festplatte (Schreib- und Lesevorgänge) kann sich die Lebensdauer verkürzen.

Überspannung, Überhitzung, Erschütterungen, Stürtze oder eindringende Flüssigkeit sind ansonsten häufige Ursachen für eine Beschädigung der Festplatte.

In selteneren Fällen sind Hardwarefehler oder Viren Gründe für Festplattenschäden.

 

Wann lohnt sich eine

Datenrettung der Festplatte?

Wann sich die Datenrettung bei einer Festplatte tatsächlich lohnt, hängt ganz vom persönlichen Wert der verloren gegangen Daten und dem Grad der Beschädigung ab.

Eine Datenwiederherstellung kann sehr zeit- und geldaufwändig werden. Bevor man sich selbst oder einen Spezialisten mit der Rettung einer beschädigten Festplatte betraut, sollte man sich also Gedanken darüber machen, was einem die Daten tatsächlich wert sind. Nicht selten investiert man viel Zeit und Geld in einen Rettungsversuch und muss am Ende enttäuscht feststellen, dass die entscheidenden Daten trotz des großen Aufwands nicht mehr auffindbar/brauchbar waren.

Handelt es sich lediglich um versehentlich gelöschte Dokumente oder Bilder, ist die Datenrettung in der Regel jedoch auch für Laien recht simpel (siehe unten).

 

Welche Möglichkeiten der Datenrettung einer Festplatte gibt es?

Wenn es um Datenrettung geht, kommt es natürlich stark darauf an, wie die Daten verloren gegangen sind: wurden die Daten versehentlich gelöscht, ist ein Soft-oder Hardwarefehler aufgetreten oder hat das Speichergerät einen physischen Schaden erlitten.

Ein zweites wichtiges Kriterium ist, ob es sich um eine HDD oder SSD Festplatte handelt.

 

Gelöschte Daten wiederherstellen

Versehentlich gelöschte Dateien sind heute meist kein Grund zur Verzweiflung mehr. Sie können in den meisten Fällen relativ einfach mit Hilfe spezieller Software wieder hergestellt werden (Siehe Tools weiter unten).

 

Fehlerhafte Festplatte

Reagiert die Festplatte nicht mehr richtig, benötigt man schon etwas mehr Fachwissen, um eigenhändig eine kostenlose Datenrettung einzuleiten. Die Festplatte sollte zunächst ausgebaut und an einen anderen Computer angeschlossen werden. Dort kann sie eingehender nach Fehlerquellen und wichtigen Daten untersucht werden. Laien sollten sich jedoch nicht an den Ausbau dieser sensiblen Platten machen. Befinden sich auf der Festplatte lebensnotwendige Dateien und man selbst hat nur wenig Kenntnis von Computern und Datenverarbeitung, sollte man in diesem Fall einen Fachmann aufsuchen, um das Speichermedium durch stümperhafte Rettungsversuche nicht noch mehr zu beschädigen.

 

Physisch beschädigte Festplatte

Der Laptop ist runtergefallen oder Ihnen ist das Glas umgekippt und über den PC gelaufen? Egal wie es ganeu passiert ist, sobald die Festplatte durch Einfluss von Außen (Sturz, Flüssigkeit etc.) beschädigt wurde, kann eine Datenrettung sehr teuer werden. Als Laie ist man auf die Dienste eines Spezialisten angewiesen. Dieser benötigt Spezialwerkzeug und einen staub- und schmutzfreien Raum („clean room“). Ob diese zeitaufwändige und kostspielige professionelle Datenrettung erfolgreich ist, lässt sich erst nach Beendigung der Arbeit feststellen, denn erst dann ist klar, ob die verloren gegangenen Daten tatsächlich noch vorhanden und brauchbar sind.

 

Was kann ich selbst bei Defekt oder Datenverlust tun?

Stellen Sie einen Fehler an Ihrem PC fest oder sind bereits Daten aus unersichtlichem Grund verloren gegangen, ist es zunächst wichtig die Fehlerquelle herauszufinden.

Absolute Laien sollten den PC einfach ausschalten, um weitere Beschädigung/ Datenverlust zu vermeiden.

Bei Fehlfunktion: Defekte Festplatte ausbauen und an einen funktionstüchtigen Computer anschließen.

In einigen Fällen hilft ein simples Aus- und Einschalten des PCs sogar, um Störungen und Fehler zu beheben. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, sehen Sie den Vorfall als Warnung und beginnen Sie noch heute regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Dateien durchzuführen.

Hat das Ein- und Ausschalten nicht geholfen und man ist selbst schon etwas versierter, kann man eine defekte Festplatte eigenhändig ausbauen und zunächst an einen funktionstüchtigen Computer anschließen (SATA oder USB-SATA-Adapter; Kosten:  bis 20 Euro); jedoch ohne von der Festplatte zu booten, damit keine weiteren Daten auf die Festplatte geschrieben werden und somit auch keine weiteren, alten Daten überschrieben werden.

Hierdurch lässt sich feststellen, ob die Festplatte überhaupt noch erkannt werden kann. Nun kann die Festplatte auch (mit Hilfe von Wiederherstellungsprogrammen u.ä.) genauer untersucht werden.

 

Windows startet nicht mehr

Der Albtraum: Sie starten Ihren Computer aber Windows springt nicht an.

Hilfe kommt in Form einer Rettungs-DVD, doch was tun, wenn man diese nicht besitzt?

Bei Windows 10 lässt sich eine Reparation des Boot Managers über die Optionen zur Computerreparatur einleiten. Zunächst muss dafür der Computer mit Hilfe der Installations DVD von Windows 10 gestartet werden. Nach dem Beginn der Installation wählen Sie die Computerrepatraturoptionen. Dann: Problembehandlung -> Erweiterte Optionen -> Eingabeaufforderung. Nun haben Sie die Möglichkeit Befehle anzuordnen, mit denen der Boot Manager des Computers repariert werden kann.

Befehle:

„bootrec/fixmbr“: schreibt Master Boot Record neu an Beginn der Festplatte

„bootrec/scanos“: zeigt Betriebssysteme an, die nicht im Boot Manager eingetragen sind

„bootrec/rebuildbcd“: trägt Betriebssysteme in Boot Manager ein, die erkannt aber noch nicht eingebunden sind

 

Hilfe bei der Kostenlosen Datenrettung / Wiederherstellung gelöschter Dateien

Zum Wiederherstellen versehentlich gelöschter Dateien (Bilder, Dokumente etc.) muss man heute  keinen Spezialisten mehr beauftragen. Eine kostenlose Datenrettung gelöschter Bilder und Dateien bieten viele Anbieter. Hier finden Sie einige Tools in Auswahl:

 

Recuva

Recuva durchsucht den Datenträger nach gelöschten Dateien; falls das Programm dabei zu keinem Ergebnis kommt, kann manuell ein detailliertere Suche durchgeführt werden.

http://www.chip.de/downloads/Recuva-Datenrettung-geloeschte-Dateien-wiederherstellen_23935261.html

Restoration

Restoration durchsucht das Speichermedium nach allen Dateien, deren Wiederherstellung möglich ist.

http://www3.telus.net/mikebike/RESTORATION.html

 

PhotoRec

PhotoRec muss nicht installiert werden, sondern kann einfach von einem Stick gestartet werden. Die Handhabung ist komplizierter als bei anderen Wiederherstellungsprogrammen, allerdings findet dieses Programm manchmal Daten, die von anderen Tools nicht mehr gefunden werden.

https://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec_DE

 

 

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